Gregorian
Weithin erstreckt sich ein großer Wald, am Horizont ist trotz der dichten Wand aus Regen, ein Gebirge zu erkennen.
Zwischen den Bäumen hat sich leichter Nebel gebildet der zu den höheren Regionen an Dichte sichtbar zunimmt. Es ist kühl und es scheint, als würden die Wolken in nächster Zeit nicht aufhören sich über das Land zu ergießen. Dennoch dringen durch das dichte Blätterdach der Bäume nur wenige Tropfen direkt bis auf den Boden. Schützend halten die Bäume ihre Äste und Blätter über das Leben unter sich und berauben den Regen somit seiner Kraft.
Das meiste Wasser fließt in kleinen Rinnsalen die Blätter der Bäume hinunter und versammelt sich am Boden, zwischen Moos, Pilzen und den Wurzeln der alten Bäume zu kleineren Pfützen. Hier ist das Getöse des Regens viel mehr zu einem sanften flüstern geworden, der beruhigend, ja, sogar belebend wirkt. Hier eint sich die Kraft des Wassers mit dem Leben des Waldes.
Dort wo sich der Boden weit genug erhebt und der Nebel sich weiter verdichtet hat, strömt das Wasser in kleinen Rinnsalen in das kleine Tal, wo es sich schließlich mit dem noch schmalen Fluss, dem Anguin vereint und wieder in den natürlichen Kreislauf eintritt. Dies ist der Silva Lugien, der Klare Wald, wie ihn die Labaás nennen.
Highersense - 10. Sep, 19:47
Auch die Geräusche der Tiere und des Waldes nehmen mit einem mal rapide ab, bis sie gar nicht mehr zu hören sind. Selbst der Wind scheint dieser Ruhe zu gehorchen.
Dann ist leises scheppern und klirren von Waffen und Rüstungen zu hören und es wird klar, wo drauf die Aufmerksamkeit des Mannes liegt. Langsam schwellen die Geräusche an und es scheint, als ob sich ein neuer, unbekannter Ton durch den Wald schiebt und alles alt Bekannte vor sich wegschiebt oder vor sich zur Seite schiebt. Von der Biegung des Flusses sind nun auch Stimmen und Schritte zu vernehmen und es scheint, als ob ein paar Menschen den Fluss herab kommen. Zwar scheinen die Herannahenden zu versuchen sich leise zu verhalten und möglichst wenig Geräusche von sich zu geben, doch durch die Stille des Waldes ist jedes Wort, jeder Schritt, jede Bewegung überraschend weit hörbar. Doch dies scheint den unbekannten nicht bewusst zu sein. Es dürften nur noch wenige Momente sein, bis man die Verursacher des Lärms ausmachen kann.
Highersense - 3. Jul, 23:22
Der ganze Wald strahlt eine eigenartige aber doch auch faszinierende Wirkung auf jeden der ihn aufmerksam betritt und beobachtet, aus. Es scheint als wäre er ein ganzes. Ein lebendiges ganzes und kränkt man den einen, so hören es alle.
Mit einen mal spannen sich die Züge des Mannes leicht. Konzentration und damit verbundene Anspannung machen sich breit und zeigen sich mit einem mal auch in seiner kompletten Haltung. Die Knöchel der Hände treten deutlich hervor, als ob sie ihren Griff fest um etwas oder jemanden schließen und es wird klar, dass es kein Entkommen mehr gibt. Fast wirkt er mehr wie ein wildes Tier, aufrecht stehend und seinen Instinkten folgend unbeeindruckt von Erbarmen und Mitleid.
Highersense - 25. Mai, 15:39
Der Wald scheint seinen Gast gar nicht zu spüren. Eine kleine Spinne krabbelt unbeeindruckt über seine Schulter und schließlich auf seine Wange wo sie überraschend ruhig verweilt. Kein Zug des Grauens geht über seine Züge geschweige denn die geringste Bewegung. Wie, als gehörte er hierhin, ertönen weithin hörbar die Geräusche der Tiere. Kein Ruf der Warnung. Nahe ihm auf einen Ast sitzt eine alte Eule und mustert ihn gar interessiert. Das dumpfe knarren der Bäume im Wind zeigt keine Besorgnis, eher noch scheint es der Gestalt zuzuflüstern.
Highersense - 14. Mai, 10:15
Unentwegt sind die wilden braun-gelb leuchtenden Augen auf eine Biegung des Flusses im Westen gerichtet. Nicht die geringste Bewegung vermag ihnen zu entgehen, während von ihm selbst keinerlei Regung zu erkennen ist und nur ein wages heben und senken des Brustkorbes noch auf Leben in ihm schließen läst. Unbeeindruckt von der plätschernden Nässe um ihn herum, strahlt er eine unbändige innere Stärke aus, die auch das Wasser, welches sein Cape heruntertropft nicht zu schmälern weis.
Highersense - 7. Mai, 00:51
Oberhalb des Flusses, zwischen einem Fels und zwei großen Eichen verborgen, steht eine Gestalt. Ein junger Mann Anfang zwanzig. Mit der Rechten stützt er sich auf einen gewaltigen Stab, größer noch als sein Besitzer, überragt der Stab ihn noch um ein gutes Stück. Bei genauerem Betrachten handelt es sich bei dem Stab jedoch um zwei ineinander verdrehte Stäbe aus hartem Holz des Makhari Baumes. Ein dunkles, sehr knorriges Holz.
Highersense - 28. Apr, 07:28
Es regnet.
Durch das dichte Blätterdach dringen nur wenige Tropfen direkt bis auf den Boden. Das meiste Wasser fließt in kleinen Rinnsalen die Blätter der Bäume hinunter und versammelt sich am Boden, zwischen Moos, Pilzen und den Wurzeln der alten Bäume zu kleineren Pfützen. Dort wo sich der Boden weit genug erhebt, strömt das Wasser in kleinen Rinnsalen in das kleine Tal, wo es sich schließlich mit dem Anguin vereint und wieder in den unendlichen Kreislauf eintritt.
Dies ist der Silva Lugien, der Klare Wald, wie ihn die Labaas nennen.
Highersense - 25. Apr, 16:48